IWAP e.V.: Informationen zur Nachverdichtung

Was war? – Was kommt demnächst?

Geplante Nachverdichtung der BImA-Siedlung am Perlacher Forst

Die BI­mA­-­Sied­lung am Per­la­cher Forst liegt am süd­li­chen Stadt­rand Mün­chens di­rekt an der Gren­ze zur Nach­bar­ge­mein­de Un­ter­ha­ching und soll so rasch wie mög­lich nach­ver­dich­tet wer­den. Um zu­sätz­li­che Dienst­woh­nun­gen zu schaf­fen, pla­nen die Bun­des­an­stalt für Im­mo­bi­lien­auf­ga­ben (BI­mA) und die Lan­des­haupt­stadt Mün­chens (L­HM) ge­mein­sam den Um­bau des Are­als: Das Pro­jekt sieht vor im Rah­men der „Wohn­raumof­fen­si­ve des Bun­des“ ei­ne „Stadt der kur­z­en We­ge“ zu er­rich­ten.

Die be­reits be­ste­hen­de In­fra­s­truk­tur – Su­per­märk­te, Ärz­tehaus, Bä­cke­rei­en, Dro­ge­rie­mark­t, Fri­seur­sa­lon, Ki­tas und Schu­len, Ki­no, Ho­tel, Ten­nis­platz, Sof­ball­feld et­c. – zieht schon jetzt zu­sätz­li­chen Ver­kehr von au­ßer­halb in die Sied­lung hin­ein und trägt so­mit einen Teil zur Ver­sor­gung der Nach­bar­ge­mein­de bei. Den­noch be­trach­tet die BI­mA die­se Sied­lung als “Schlaf­stadt” (BI­mA­-Sprecher A. Re­ge­nau­er am 5. Mai 2025 wäh­rend ei­nes In­for­ma­ti­ons­-­Work­shops) und will dort zu­sätz­li­che Ge­wer­be­zo­nen schaf­fen, die als „Ma­gne­te des öf­fent­li­chen Le­bens“ be­zeich­net wer­den.

Um das ak­tu­el­le Pla­nungs­ziel um­zu­set­zen zu kön­nen, müss­ten zu­nächst hun­der­te von al­ten Bäu­me ge­fällt wer­den – ca. 150 da­von ste­hen un­ter Naturschutz – an­schlie­ßend sol­len Ge­bäu­de, die be­reits sa­niert wur­den ab­ge­ris­sen wer­den um an­schlie­ßend durch Neu­bau­ten er­setzt zu wer­den. Laut münd­li­cher Aus­kunft der BI­mA auf der Be­zirks­aus­schus­sit­zung vom 8. Ju­li 2025 wer­den hier­für För­der­gel­der zur Ver­fü­gung ge­stellt (Bis­lang wur­de auf dem In­for­ma­ti­ons­por­tal der LHM noch kein Sit­zungs­pro­to­koll ver­öf­fent­licht. Stan­d: 27.07.2025).

Die An­woh­ner set­zen sich für den Er­halt der Be­stands­ge­bäu­de ein und plä­die­ren für die Sa­nie­rung der Häu­ser, den Aus­bau von Dä­chern und Auf­sto­ckun­gen. Zu­sätz­lich sind an ver­schie­de­nen Stel­len An­bau­ten mög­lich oh­ne die für die Küh­lung so drin­gend be­nö­tig­ten großen alten Stadtbäume fäl­len zu müs­sen. Es gibt ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten scho­nend Wohn­raum zu schaf­fen, da­für lie­gen auch be­reits Bei­spie­le vor.

Ei­ne chro­no­lo­gi­sche Auf­lis­tung der Er­eig­nis­se rund um den Ent­schei­dungs­pro­zess um die ge­plan­te Nach­ver­dich­tung am Per­la­cher Forst ist in der nach­fol­gen­den Lis­te dar­ge­stell­t. Er­fasst wur­den al­le In­for­ma­ti­o­nen so­weit sie be­kannt und öf­fent­lich zu­gäng­lich sin­d.
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