BMBI Grundverständnis

Der Bund Münchner Bürgerinitiativen setzt sich ein:

Für eine nachhaltige Stadtplanung: lebenswert für alle BewohnerInnen, überzeugend ökologisch, sozial ausbalanciert.

Anregung zur stärkeren Zusammenarbeit der Münchner Bürgerinitiativen

Unsere Beweggründe:

  • Wir beabsichtigen, den Münchner Bürgerinitiativen Gelegenheit zu geben, sich stärker als bisher miteinander zu vernetzen und ihnen damit eine gemeinsame Stimme zu verleihen. Durch effektiven Informations- und Erfahrungsaustausch können Einzelinitiativen voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen.
  • Eine breitgefächerte Informationsbasis und erfolgreiche Vernetzung der Bürgerinitiativen bietet den Beteiligten die Möglichkeit, gemeinsam im vorpolitischen Raum zu agieren. Die von allen getragenen Kernthemen erhalten dadurch mehr Gewicht gegenüber politischen Organen und Verwaltung.
  • Hier spielen ein gesundes Stadtklima, sinnvolle Konzepte zu Verkehr und Infrastruktur, Lärmvermeidung, Denkmalschutz, Erholungsräume mit naturnahen Grünflächen, Erhalt von lokalen Ackerflächen, städtischem Altbaumbestand und stadtnahen Wäldern eine zentrale Rolle. Diese und andere Schwerpunkte sollen in Bebauungs- und Grünplänen sowie bei der übergreifenden Stadtplanung stärker Berücksichtigung finden.
  • Jede Initiative vertritt grundsätzlich ihre lokalen Themen. Dies kann aber dazu führen, dass der Dialog mit der Stadt nicht auf Augenhöhe erfolgt. Darüber hinaus werden Bürgerinteressen vermeintlich wichtigeren Sachzwängen und parteipolitischen Erwägungen untergeordnet.
  • Die Verwaltung verweist auf die Bezirksausschüsse als gewählte Bürgervertreter vor Ort und verweigert einen echten Dialog. Grundsätzlich haben die Bezirksausschüsse jedoch kein eigenes Entscheidungsrecht bei den Kernthemen, sondern können ebenfalls nur Anträge stellen. Für eine sinnvolle Zusammenarbeit mit den Bürgern bräuchte es auf Stadtteilebene bzw. auf lokaler Ebene mehr Entscheidungsbefugnisse von der Stadt.
Unsere Ziele:
  • Bildung einer parteiunabhängigen Dachorganisation für die Münchner Bürgerinitiativen, um gemeinsame Kernthemen besser vertreten zu können.
  • Anerkennung der Akteure des vorpolitischen Raumes (Vertreter der Bürgerinitiativen) als Partner auf Augenhöhe.
  • Rechtzeitige Einbeziehung der Bürgerinitiativen in den Planungsprozess und entsprechende Mitgestaltung.
  • Rechtliche Verankerung durch Mitwirkungsrechte.
  • Anlegen einer gemeinsamen Datenbasis von und für Fachleute, z.B. Juristen oder Sachverständige.
  • Sicherstellen einer gemeinsamen Kommunikations-Infrastruktur.
Kernthemen im Fokus

Die Frage ist nicht, wie schnell München wachsen soll, sondern ob München schnell wachsen soll. Dafür brauchen wir eine fundierte Argumentationslinie auf wissenschaftlicher Basis:
aktuelle Zahlen zu Einwohnern, Grad der Versiegelung, Bevölkerungsentwicklung sowie die jeweilige Berechnungsmethode.

Die Grenzen der Stadtklima-Verschlechterung sind erreicht. Unnötige und maßlose Nachverdichtung macht die Innenstadt unattraktiver, mindert die Lebensqualität und heizt das Stadtklima weiter auf. Die Verbauung der Kaltluftleitbahnen am Stadtrand leistet der Stadterwärmung massiven Vorschub.

In der Mitte unserer Arbeit steht die Wirkungskette:
Bevölkerung — Verwaltung — Politik – Klimaauswirkungen — Gesundheit.

Wir müssen die Veränderungen und langfristigen Planungen, die von der Stadt oder der Politik entschieden werden bzw. von Investorenseite gewollt sind, genau verfolgen und aufzeigen, was diese für das Klima, die Gesundheit und die sozialen Strukturen in München bedeuten.

Um mehr Breitenwirkung zu erreichen und eine öffentliche Diskussion über die Kernthemen in Gang zu setzen, auch hinsichtlich der Wahlen im Herbst und der Kommunalwahlen 2026, ist es wichtig, die Münchner Bevölkerung für unser Anliegen zu gewinnen.

Unser Profil

Wir engagieren uns für den Erhalt dessen, was München lebenswert macht.

Für einen dauerhaften Schutz der Frischluftschneisen und naturnahen Grünflächen. Bewahrung von Denkmälern, historischer Bausubstanz, Landschaftsschutzgebieten, vernetzten Grünzügen, Biotopen, artenreichen Hecken, alten Bäumen und Wäldern, Rückzugsorte für Mensch und Tier, lokale Ackerbauflächen zur Nahversorgung und stadtnahe Wälder zur Erholung. Mehr Ruhe für die Bewohner durch Reduzierung des Verkehrs und geeignete Maßnahmen zur Lärmvermeidung im Straßen- und Schienenverkehr.

Für die Gesundheit der EinwohnerInnen der Stadt München. Für intensiven Austausch mit den angrenzenden Landkreisen, um Interessensausgleich zu schaffen und sich in den Kernthemen abzustimmen.

Wir stellen in Frage:

Zuwachs bzw. Nachverdichtung um jeden Preis:
  • Erhöht den Druck auf den Wohnungsmarkt und führt zu steigenden Mieten.
  • Bedient das Spiel zwischen Angebot und Nachfrage.
  • Macht Grundstücke und Immobilien als reine Spekulations- und Investitionsobjekten interessant für einen globalen Markt.
  • Vertreibt Geringverdiener und Ortsansässige, da sie sich das Wohnen in der Innenstadt kaum mehr leisten können.
  • Führt zum Ausverkauf der letzten Freiflächen Münchens und zu einem Konflikt zwischen sozialen und ökologischen Belangen.

Ansiedlung von Großunternehmen, die nur aus Prestigegründen eine Münchner Adresse wollen und ihren Sitz vom Stadtrand in die Innenstadt verlagern und von internationalen Unternehmen, die keine Gewerbesteuer in München zahlen:

  • Zieht weitere Menschen in die Stadt.
  • Verbraucht Platz für zusätzliche Bürogebäude.
  • Erhöht den Bedarf an Wohnraum in ohnehin schon stark versiegelten und nachverdichteten Bereichen.
  • Verstärkt den Pendlerverkehr sowie den innerstädtischen Verkehr.
  • Bedeutet im Fall der internationalen Unternehmen, die ihren Sitz in München haben, aber keine Gewerbesteuern zahlen, dass der Stadt finanzielle Mittel fehlen, um die nötige Infrastruktur zu schaffen (ÖPNV, Kindergarten, Schulen, Schwimmbäder, Polizei, Abwasser).

Höheres Verkehrsaufkommen, fehlende Verkehrskonzepte im Straßen- und Schienenbereich, Neubautätigkeit vor Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs:

  • Steigert die Verkehrsbelastung durch den damit verbundenen Individualverkehr, mehr Autos und mehr Pendler in der Stadt.
  • Erhöht den Personen- und Güterverkehr auf bestehenden Schienenstrecken.
  • Beeinträchtigt die Gesundheit der Menschen durch mehr Stau, Lärm und Abgas und führt zu größerem Stress.
  • Verbraucht Platz für immer größere Autos, Straßen oder zusätzliche Parkplätze – Raum, der an anderer Stelle dann fehlt.

Maßlose Nachverdichtung:

  • Mindert die Lebensqualität in der Stadt.
  • Geht auf Kosten von Freiräumen, Frischluftschneisen und naturnahen Grünflächen.
  • Belastet das Stadtklima und unsere Gesundheit.
  • Führt zu mehr Versiegelung, Temperaturanstieg und höherem Verkehrsaufkommen.
  • Bedeutet, dass es immer weniger Erholungs- und Rückzugsorte für Menschen und Tiere gibt, immer weniger Raum für Bäume.
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